Schild der actio spes unica
actio spes unica Pfarrer Milch St. Athanasius Bildungswerk Aktuell

Mainz, im Dezember 2000

Liebe glaubenstreue in der actio spes unica vereinte Katholiken!

 

in der Predigt unseres HHP Milch, die Ihnen anbei abgeschrieben und abgedruckt zugeht, ist das Thema einfach zu verstehen: Es geht um die Feigheit, von der es viele Variationen gibt, z.B. die Anpassung, das Darüberhinwegsehen, das Ignorieren, das Positivistische bei der Beurteilung realer Gegebenheiten. Wir haben keinen Grund, uns irgendwie von solchen Anwandlungen zu exkulpieren. Wir alle sind in Gefahr, täglich - aus welchen Gründen auch immer - nicht für das einzutreten, für das wir geboren sind, d.h. Zeugnis von Jesus Christus zu geben.

Angesichts der Tatsache, daß das Hochheilige Weihnachtsfest - und nicht nur das unter den christlichen Feiertagen - vollkommen kommerzialisiert ist, kann es für uns nur eins geben, sich zu besinnen auf die Worte: Machet euch die Erde untertan. Ich schreibe das bewußt zynisch: Wie aus interessierten Kreisen verlautet, bedeutet der alttestamentarische Satz letztlich: Beutet die Erde aus! Dabei bedeutet es in Wahrheit: Setzet euch über die Werte der Welt hinweg, denn nach unseren - in dieser Hinsicht mehr als deutlichen - Aposteln Johannes und Paulus sind wir Kinder des Geistes und nicht des Fleisches - sprich der Welt.

Der Mainzer Weihnachtsmarkt wurde in diesem Jahr am 22.11. - also 1½ Woche vor Beginn der Adventszeit - eröffnet, nur aus dem einen Grund, weil eine Woche Umsatz gefehlt hätte. Unter diesem Aspekt könnte das wie immer geartete Merchandising - allein wegen der Umsatzlücke zwischen WSV und SSV- den Heiligen Abend auf den 24.6. legen. Pikanterweise hat unser HERR aber gesagt: MEIN ist die Zeit, was all' die Macher nicht wahr haben wollen. Denen muß aber, so gut es geht, von uns das Handwerk gelegt werden. Es geht ja nicht darum, daß unsere Kinder ab Ende August in den Warenhäusern Nikoläuser und andere Walt-Disney-Artikel sehen (müssen), sondern darum, daß wir uns in der Erwartung unseres Erlösers auf den freuen. Über alle Weihnachtsromantik, von der ich mich nicht ausnehme, dürfen wir nicht zusehen, wie das "markintensivste" urkatholische Fest von all den Atheisten, die uns umgeben, annektiert wird. Also, treten Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten gegen die Usurpation katholischer Dinge durch die Welt (Johannes) oder das Fleisch (Paulus) auf.

Zur Jahrtausendwende - daß die erst jetzt stattfindet haben nur wenige registriert - wünsche ich Ihnen und mir, allein schon mit dem Blick auf mein Geburtsdatum, daß die Wende in unsere über alles geliebte römisch-katholische Kirche einbricht, Gottes reichen Segen, den Mut, wenn es nur irgend möglich ist, unsere Sache zu vertreten, die Kraft, Anmutungen von Zweifeln zu bekämpfen und immer nicht nur ein offenes Herz, sondern auch Portemonnaie für die actio spes unica zu haben.

Mit den besten Grüßen

 

Hans-Frieder Wedel

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TEXT Predigt von Pfarrer Milch: 2. Weihnachtsfeiertag (Stephanus) 1985
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