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Geistliches Wort im Oktober 2007

Das Rosenkranzfest

 

1. Durch den Rosenkranz kannst du dir selbst viele Gnaden erflehen

Die Kirche feiert heute das Fest der Königin des heiligen Rosenkranzes. Sie will, daß heute die Gläubigen ihre Andacht und Liebe zum Rosenkranzgebet erneuern. Von den Zeiten des hl. Dominikus an haben so viele den Rosenkranz geliebt. Der hl. Philipp Neri hielt nicht viel auf den Tag, an dem er nicht den Rosenkranz gebetet hatte. Bischöfe und Päpste sind der Rosenkranzbruderschaft beigetreten, um der hl. Jungfrau Maria ihre besondere Liebe zu bezeugen und ihres bevorzugten Schutzes sich würdig zu machen. Unermeßliche Ablässe hat die Kirche an dies Gebet geknüpft, wie das Römische Brevier erklärt mit den Worten: "Die Päpste haben den Betern und den Bruderschaftsmitgliedern des Rosenkranzes fast unzählige Ablässe verliehen." Es ist ein so schönes Gebet, mündlich und betrachtend zugleich. Es enthält die Hauptgeheimnisse des Glaubens. Wie werden sie ganz anders klar vor deinem Geistesauge stehen, wenn du häufig und mit Andacht den Rosenkranz betest!

 

2. Durch den hl. Rosenkranz kannst du für andere viele Gnaden erflehen

Eifrige Priester haben das Rosenkranzgebet stets benutzt, um für die ihnen anvertrauten Seelen durch Marias Vermittlung Hilfe zu erlangen. Der hl. Clemens Maria Hofbauer, der auf seinen Wanderungen durch Wien fast unablässig den Rosenkranz zu beten pflegte, tat es mit doppelter Inbrunst, wenn er zu einem Kranken gerufen wurde. Und er freute sich, wenn der Weg zum Kranken ziemlich weit war, weil er dann für ihn mehr beten konnte. "Ja," sagte er einmal, "da geht's schon gut, wenn so ein Kranker in der Vorstadt wohnt; da habe ich Zeit, den Rosenkranz zu beten; und ich wüßte nicht, daß ein Sünder sich nicht bekehrt hätte, wenn ich vorher Zeit zu diesem Gebet gefunden." Könnten nicht auch wir uns die heilige Gewohnheit zu eigen machen, auf unseren einsamen Wegen den Rosenkranz zu beten? Wie viel Gnaden könnten wir auf die Kranken, Sterbenden und alle uns lieben Seelen herniederflehen.

 

3. Durch Verbreitung der Rosenkranzandacht kannst du viel Gutes stiften

Wir dürfen uns aber nicht damit zufrieden geben, daß wir den Rosenkranz beten. Papst Leo XIII. fordert eine Verbreitung dieses wunderbaren Gebetes. Wenn wir den Rosenkranz zu verbreiten suchen, bereiten wir der hl. Gottesmutter große Freude und geben dem Nächsten ein sehr wirksames Gnadenmittel an die Hand. Alle können dieses Gebet sich aneignen, gelehrt und ungelehrt, jung und alt. Man wird dieses Gebet lieb gewinnen, wenn wir demütig zeigen, wie man es betrachtend beten kann und wie gnadenvoll dieses Gebet ist. "Unzählige Gnaden sind aus dieser so heilsamen Einrichtung der christlichen Kirche zugeflossen", so lesen wir im Brevier. Wenn alle Mitglieder einer Gemeinde sich in Andacht zum Rosenkranzgebet vereinigen, werden sie nicht unerhört bleiben. "Es ist unmöglich," so sagt der hl. Thomas von Aquin, "daß die Gebete Vieler nicht erhört werden, wenn aus vielen Gebeten gleichsam eines wird."

 

Mit priesterlichem Segensgruß

Abbé Busse
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